zurück zu Sonstiges

 

Feuerwehr-Ehrenkreuz in Silber für Peter Braunegger


Über Mangel an Einsätzen konnte sich die Freiwillige Feuerwehr Mühlbach im abgelaufenen Jahr nicht beklagen. Dies wurde bei der Jahreshauptversammlung klar. Kommandant Sebastian Leitner: „Wir rückten 37 mal aus und kamen Gott-sei-Dank alle gesund zurück.“ Die Bergung eines in den Bach gerutschten Pkw forderte die Feuerwehrkameraden genauso wie ein überhitzter Kamin, wobei die neue Wärmebildkamera zur Kontrolle des Dachstuhles zum Einsatz kam. Anfang Juni forderte der Hochwasser-Dauereinsatz mit 24 Einsätz im Ort und Unterstützung in Kiefersfelden Höchstleistung. Männer und Frauen der Wehr kamen 30 Stunden lang nicht aus der Uniform. Leitner: „Die Bürger von Mühlbach haben gesehen, dass sie sich auf ihre Feuerwehrler in der Not verlassen können.“ Viele Dankschreiben waren dafür ein klarer Beweis. Nicht zuständig fühlte sich die Mannschaft hingegen bei der Rettung eines in den Schacht gefallenen Kalbs. Tatsächlich wäre es eine Bergung gewesen, da das Tier bereits Monate tot war. Dafür hatte Gasthörer Stefan Raithel, Leiter der Polizeiinspektion Kiefersfelden, volles Verständnis: „Hier wird das Ehrenamt überfordert.“ Er bedankte sich für die gute Zusammenarbeit, denn „in 70% eurer Einsätze sind auch wir vor Ort.“

Zu leisten war dies durch den ehrenamtlichen Einsatz von 38 aktiven Mitglieder. Bürgermeister Erwin Rinner, selbst Ehrenmitglied bei der Mühlbacher Feuerwehr, bedankte sich hierfür im Namen der Gemeindeführung: „Der Zusammenhalt und die Leistungsfähigkeit ist vorbildlich. Eure 37 Einsätze zeigen, dass man bei einer solchen Wehr ruhig schlafen kann.“
Dem konnte sich Florian Schmidkonz als 2. Vorstand der Mühlbacher Feuerwehr voll und ganz anschließen. Zudem freute er sich über den Zugang von vier neuen Kameraden: „Neuanwerbungen werden auch in Zukunft viel Aufmerksamkeit erfordern.“ Auf eine solche Verstärkung können viele Landkreis-Wehren nur hoffen, lobte Kreisbrandinspektor Peter Moser und bedauerte, dass vielen Bürgern nicht bewusst ist, dass dies alles rein ehrenamtlich geleistet wird.

Das Fundament erfolgreicher Einsätze stellt eine solide Ausbildung dar. Leitner: „Deshalb hielten wir 2013 insgesamt 41 Ausbildungs- und Übungsabende ab. Momentan laufen die Ausbildungen zum Erwerb des Feuerwehrführerscheins, damit wir unseren Versorger mit 4800 kg auch bewegen dürfen .“ Dank intensiver Unterstützung von Gemeinde und Bürgern konnte der hohe Ausrüstungsstandard gehalten werden. Leitner: „Die Umstellung auf die neue Schutzhelmgeneration wird 2014 abgeschlossen sein. Die Atemschutzgeräteträger haben ihre neuen temperaturbeständigen Schutzhosen.“ Dank Spendengeldern konnte eine Hochleistungs-Wärmebildkamera beschafft werden, was die Eigensicherung des Angriffstrupp deutlich verbessert. Aufgrund den Erfahrungen mit dem Junihochwasser wurde eine leistungsstarke Pumpe mit einer Förderkapazität von 2200 l/min geordert.

Großen Dank sprach der Kommandant seinem bisherigen zweiten Atemschutzwart Florian Wendlinger aus, der seine Aufgabe ab sofort an Maria Fritz weiterreicht.

Höhepunkt des Abend war eine Ehrung der besonderen Art. Das selten vergebene Feuerwehr-Ehrenkreuz in Silber wurde unter großem Applaus der gesamten Mannschaft an den langjährigen Löschmeister Peter Braunegger verliehen . KBR Moser: „ Damit wollen wir Dir Anerkennung aussprechen für Deine hervorragenden Leistungen auf dem Gebiet des Feuerwehrwesens.“




 

Bilder und Text: Roland Schmidt

 

zurück zu Sonstiges
nach oben