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Ehrungen für 25 Jahre treuen Dienst

Fotos: Hko  

Nicht nur für Toni Schönfelder, den Vorsitzenden der Freiwilligen Feuerwehr Mühlbach, war das zurückliegende Jahr in jeder Beziehung ereignisreich, wie er bei der gut besuchten Jahreshauptversammlung im Gasthaus Niederauer feststellte.

Von Franz Hoffmann

Kiefersfelden – Er nahm sich die Zeit, diese Aktivitäten noch einmal zurückblickend kurz zu beleuchten. Vor allem das 111. Vereinsjubiläum seiner Wehr war das herausragende Ereignis, das mit einem gelungenen Festakt gewürdigt worden war, wofür er den vielen Helfern, die dies mit ihrem Einsatz erst möglich gemacht hatten, „sehr herzlich“ dankte. Viele weitere Termine fanden Platz in der umfangreichen Jahresagenda und stets kam auch die Geselligkeit nicht zu kurz. Für eine gewisse Planungssicherheit für die Mitglieder der Wehr sorgte seine Ankündigung, ab dem nächsten Jahr die jeweilige Jahreshauptversammlung stets am dritten Donnerstag des Monats März abzuhalten.

Kommandant Sebastian Leitner reflektierte die zurückliegenden zwölf Monate, die wiederum ganz im Zeichen der Hilfe für den in Not geratenen Nächsten gestanden hatten. Die 34 aktiven Blauröcke, darunter zwei Frauen, mussten insgesamt 17-mal zu Einsätzen ausrücken, darunter waren vier Brandeinsätze. Wie ein Kaminbrand, der kontrolliert abgebrannt wurde. Oder nach einer Explosion des Transformators einer Freileitung am Luegsteinsee mussten mehrere kleine Glutnester abgelöscht werden.

Bei den technischen Hilfeleistungen stand vor allem die Beseitigung der Sturmschäden in den Monaten Juli und September letzten Jahres im Vordergrund der Arbeit der Floriansjünger. Massiv und zeitraubend war der Einsatz an der Staatsstraße 2089 zwischen Mühlbach und Oberaudorf, wo am „Nieder-auer Bichl“ die ganze Böschung mit großen Bäumen auf die Straße abgerutscht war, diese unpassierbar gemacht hatte und damit eine große Gefahrenquelle darstellte. „Hier mussten unsere Leute absolut ans Limit gehen und haben vorzügliche Arbeit geleistet, was auch von vielen Stellen gewürdigt wurde“, so Kommandant Sebastian Leitner.

Auch auf Höhe des Stausees an der Mühlauer Straße waren die Sturmschäden bedrohlich und zugleich beängstigend, zumal dort auch noch die Gefahr bestand, dass im Wald ein Jäger festsaß, der nicht mehr aus seinem Revier herauskam. Doch alle diese Herausforderungen wurden mit Bravour erledigt und alle aktiven Einsatzkräfte kehrten stets gesund, aber oftmals sehr müde zu ihrer Einsatzzentrale zurück.

Hinzu kamen 36 Praxisschulungen und viele Weiterbildungsmaßnahmen, die das vielseitige Leistungsspektrum der Feuerwehrler weiter sichert. „Dank der großzügigen Unterstützung durch die Gemeinde Kiefersfelden steht unsere Wehr mit den beiden Einsatzfahrzeugen, den technischen Geräten und der Schutzkleidung momentan auf einem sehr guten Niveau“, stellte der Wehrführer dankend heraus.

Eine Herzensangelegenheit ist für ihn die Gründung einer Jugendabteilung, die bisher leider noch nicht gelang: „Aber wir arbeiten daran.“ Abschließend dankte Leitner allen aktiven und passiven Mitgliedern für jedwede Unterstützung seiner Wehr. „Ob Gemeinde, Polizeiinspektion oder auch die vielen Gönner und Spender, sie alle gewährleisten mit ihren Beiträgen und Hilfeleistungen den Einsatz der FFW Mühlbach.“

Rechner Andreas Wendlinger konnte wiederum ein finanziell positives Vereinsjahr bestätigen. Und auch die Vertrauensmänner Michael Götz und Martin Ellemunter wurden in ihren Ämtern für die nächsten drei Jahre ohne Gegenstimme bestätigt.

Die Ehrung langjähriger aktiver Feuerwehrler nahm Kreisbrandmeister Hans Huber vor. Für „25 Jahre treuen Dienst am Nächsten“ verlieh er Christian Weiß, Josef Brunschmid und Thomas Braunegger das silberne Ehrenkreuz und dankte ihnen für ihren beispielhaften Einsatz. Bürgermeister Hajo Gruber zeigte „großen Respekt vor der Leistung der Feuerwehr“ und stellte erfreut „ein Grundvertrauen zwischen der Feuerwehr und der Gemeindeverwaltung“ fest.

Dienststellenleiter Stefan Raithel von der Polizeiinspektion Kiefersfelden kam „wieder gerne zur Jahreshauptversammlung, auch um Dankeschön zu sagen“. Er sieht in der Mühlbacher Wehr „eine schlagkräftige Truppe, die uns immer bestens unterstützt hat und das soll auch so bleiben“, wünschte er sich abschließend, nicht ohne „das herausragende ehrenamtliche Engagement der Feuerwehrler“ zu würdigen.





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